ArBEIT IST UNSICHTBAR

 

Digitalisierung, Flexibilisierung und Individualisierung prägen die Diskussion über die Zukunft unserer Arbeitswelt. Mehr noch, greifen die damit einhergehenden Konzepte tief in unser Alltagsleben ein und definieren unser sozialen Beziehungen, unser Verständnis von Erfolg und unsere Freizeitgestaltung mit. Wenn an Arbeit gedacht wird, dann vor allem an Fabriken, Büros, Maschinen, Werkzeuge, Manager, Computer, Energie, Rohstoffe und an Menschen, die ihre Arbeit tun.

Das alles ist sichtbar. Aber wie und warum und mit welchen Gefühlen die Menschen ihre Arbeit tun, was sie fordert und überfordert, was Arbeit gibt und wozu sie zwingt, das bleibt oft unsichtbar. Mit der Ausstellung ARBEIT IST UNSICHTBAR möchten wir einen kritischen Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen werfen, aufklären und zur Diskussion über unsere Zukunft anregen.
Die Ausstellung vermittelt jedoch nicht nur Gegenwart, sondern erzählt, wie sich Arbeitswelt in den letzten 150 Jahren verändert hat und wie Menschen auf diese Veränderungen reagiert haben. Der Blick zurück soll helfen, Strategien für die Zukunft zu entwickeln, der Blick in die Zukunft soll helfen, Grenzen zu erkennen.
Gezeigt werden Geschichten über Eigensinn, Widerstand, Kooperation und Motivation, über Zusammenhalt, Identität und Stolz, aber auch über Stress, Angst, Überforderung und Ohnmacht. All das ist das Wesentliche der Arbeit und wird mit Ausstellung ARBEIT IST UNSICHTBAR sichtbar gemacht.
Themen: Industrialisierung | Rohstoffgewinnung | Arbeitsbedingungen | Soziale Bewegungen | Demokratie | Arbeitszeit/Freizeit | Rationalisierung | Digitalisierung | Industrie 4.0 | Roboter
Hier können Sie Ihren Besuch planen.
Erlebnisbereiche für Kinder
Für die jüngeren Besucher/innen wurde von der Pädagogischen Abteilung des Museums eine kindgerechte Erzählung in den Ausstellungsrundgang eingebettet. Neben Personenboxen, Spielestation, einem eigens konzipierten Arbeits- und Malbuch werden die jungen Besucher/innen von der Museumskatze Muki durch die Ausstellung geführt.
Barrierefreiheit
Um ein Museum für möglichst alle zu sein, wurde in der Ausstellung ARBEIT IST UNSICHTBAR erstmals verstärkt auf eine barrierefreie Ausstellungsgestaltung Wert gelegt. Besucher/innen finden nicht nur taktile Elemente vor, sondern können die Texte in leicht verständlicher Sprache (LLA2) und Videos in Österreichischer Gebärdensprache über die capito App in allen Ausstellungsbereichen abrufen.
Die wichtigsten Informationen zum Museum Arbeitswelt und zu unserer Homepage in österreichischer Gebärdensprache erhalten Sie unter: Willkommen im Museum Arbeitswelt! (→)
In der Ausstellung ARBEIT IST UNSICHTBAR finden Sie an mehreren Stellen ÖGS-Videos. In diesen werden die wichtigsten Inhalte bzw. Audio-Installationen in österreichischer Gebärdenssprache vermittelt. Die Videos wurden vom ServiceCenter ÖGS.barrierefrei erstellt und finanziert vom Projekt COME-IN! des Interreg CENTRAL EUROPE Programms.
Es ist auch möglich Führungen mit einem ÖGS-Dolmetscher in der Ausstellung zu buchen. Nähere Auskünfte erhalten sie unter: paed@museum-steyr.
Öffnungszeiten 
Ausstellungsbetrieb im Museum Arbeitswelt
Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr
4. Mai bis 23. Dezember 2018
Kuration & 
Harald Welzer (wissenschaftliche Leitung)
Robert Misik (redaktionelle Leitung)
Gestaltung
Gerhard Abel, Waltraud Ertl | Planet Architects (Ausstellungsarchitektur)
Christoph Mayer CHM, Janne von Busse (Raum- & Audioinstallationen)
Katharina Höfler, Michael Atteneder | Atteneder Grafik Design (Ausstellungsgrafik)
Angelika Höckner, Gerald Moser | Atelier Wunderkammer (Dioramen, Mobile)

 

Publikation
Das Wesentliche an der Arbeit ist unsichtbar – Die bisher nicht erzählte Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeit Robert Misik, Christine Schörkhuber, Harald Welzer (Hrsg.) Picus Verlag, Wien 2018