ARBEIT IST UNSICHTBAR

Foto: Christof Zachl

 

Digitalisierung, Flexibilisierung und Individualisierung prägen die Diskussion über die Zukunft unserer Arbeitswelt. Mehr noch, greifen die damit einhergehenden Konzepte tief in unser Alltagsleben ein und definieren unser sozialen Beziehungen, unser Verständnis von Erfolg und unsere Freizeitgestaltung mit. Wenn an Arbeit gedacht wird, dann vor allem an Fabriken, Büros, Maschinen, Werkzeuge, Manager, Computer, Energie, Rohstoffe und an Menschen, die ihre Arbeit tun.

Das alles ist sichtbar. Aber wie und warum und mit welchen Gefühlen die Menschen ihre Arbeit tun, was sie fordert und überfordert, was Arbeit gibt und wozu sie zwingt, das bleibt oft unsichtbar. Mit der Ausstellung ARBEIT IST UNSICHTBAR möchten wir einen kritischen Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen werfen, aufklären und zur Diskussion über unsere Zukunft anregen.

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Die Ausstellung vermittelt jedoch nicht nur Gegenwart, sondern erzählt, wie sich Arbeitswelt in den letzten 150 Jahren verändert hat und wie Menschen auf diese Veränderungen reagiert haben. Der Blick zurück soll helfen, Strategien für die Zukunft zu entwickeln, der Blick in die Zukunft soll helfen, Grenzen zu erkennen.

Gezeigt werden Geschichten über Eigensinn, Widerstand, Kooperation und Motivation, über Zusammenhalt, Identität und Stolz, aber auch über Stress, Angst, Überforderung und Ohnmacht. All das ist das Wesentliche der Arbeit und wird mit Ausstellung ARBEIT IST UNSICHTBAR sichtbar gemacht.

 

Themen: Industrialisierung | Rohstoffgewinnung | Arbeitsbedingungen | Soziale Bewegungen | Demokratie | Arbeitszeit/Freizeit | Rationalisierung | Digitalisierung | Industrie 4.0 | Roboter

Informationen zum Museumsbesuch

Barrierefreiheit

Um ein Museum für möglichst alle zu sein, wurde in der Ausstellung ARBEIT IST UNSICHTBAR erstmals verstärkt auf eine barrierefreie Ausstellungsgestaltung Wert gelegt. Besucher/innen finden nicht nur taktile Elemente vor, sondern können die Texte in leicht verständlicher Sprache (LLA2) und Videos in Österreichischer Gebärdensprache über die capito App in allen Ausstellungsbereichen abrufen.

Die wichtigsten Informationen zum Museum Arbeitswelt und zu unserer Homepage in österreichischer Gebärdensprache erhalten Sie unter: Willkommen im Museum Arbeitswelt! (externer Link)

In der Ausstellung ARBEIT IST UNSICHTBAR finden Sie an mehreren Stellen ÖGS-Videos. In diesen werden die wichtigsten Inhalte bzw. Audio-Installationen in österreichischer Gebärdenssprache vermittelt. Die Videos wurden vom ServiceCenter ÖGS.barrierefrei erstellt und finanziert vom Projekt COME-IN! des Interreg CENTRAL EUROPE Programms.

Es ist auch möglich Führungen mit einem ÖGS-Dolmetscher in der Ausstellung zu buchen. Nähere Auskünfte erhalten sie unter: paed@museum-steyr.

Übersetzung der Ausstellungstexte in Leicht Lesen von Kerstin Matausch und Ulrike Ringer  | Gut Verstanden GmbH / capito Oberösterreich

Besuch planen

Mitgehen und sich informieren, ins Gespräch kommen und diskutieren, zuhören und wahrnehmen…Gemeinsam mit unserem pädagogischen Team oder individuell, stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten offen, die Ausstellung im Gedenkort zu erkunden. Nähere Informationen zu Zeiten, Preise und Barrierefreiheit finden Sie hier.

Pädagogische Programme

Für Gruppen, Schulklassen, Jugendverbände u.v.m bieten wir unterschiedliche Workshops und Vermittlungsprogramme in der Ausstellung an. Informationen dazu finden sie unter Lernort.

Erlebnisbereich für Kinder

Für die jüngeren Besucher/innen wurde von der Pädagogischen Abteilung des Museums eine kindgerechte Erzählung in den Ausstellungsrundgang eingebettet. Neben Personenboxen, Spielestation, einem eigens konzipierten Arbeits- und Malbuch werden die jungen Besucher/innen von der Museumskatze Muki durch die Ausstellung geführt.

Museumskatze MuKi

Imagefilm zur Ausstellung

Eindrücke aus der ausstellung

Die Ausstellung startet mit einem Audio. (Foto: Klaus Pichler)In einem hellen Raum können Sie der Stimme zuhören, um sich auf die kommenden Ausstellungsbereiche vorzubereiten. (Foto: Klaus Pichler)Arbeit sichtbar machen ist das Ziel dieser Ausstellung. Um zu erfahren woher unsere Arbeitswelt kommt, müssen wir zurück in die Vergangenheit. (Foto: Klaus Pichler)Unsere Miniaturwelt gibt Ihnen die Möglichkeit, die wesentlichen Entwicklungsschritte der Industrialisierung in der Region zu erfassen. Vom Erzberg bis nach Steyr geht die Reise, die im Wehrgraben - dem industriellen Zentrum der Region - endet. (Foto: Klaus Pichler) Industrialisierung änderte auch das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit. Ein wichtiger öffentlicher Zufluchtsort war das Gasthaus zum goldenen Pflug in Steyr. Im Museum steht die Nachbildung. (Foto: Klaus Pichler)Ein paar Schritte nach dem Gasthaus kommen Sie zu den Produkten, die Steyr groß gemacht haben. Sie sehen Fahrräder, (Foto: Klaus Pichler)...und natürlich auch Waffen. (Foto: Klaus Pichler)Im Vordergrund stehen jedoch die unsichtbaren Geschichten dieser Produkte, die in der Ausstellung vorgestellt werden. (Foto: Klaus Pichler)Der folgende Raum beschäftigt sich mit der Frage: "Wem gehört die Zeit?" (Foto: Klaus Pichler)Wie entwickelte sich unsere Arbeitszeit und welchen Widerstand hat es dagegen gegeben? (Foto: Klaus Pichler)Es sind Fragen wie diese, die über Generationen weg im Raum Arsenale 2 vorgestellt und besprochen werden. (Foto: Klaus Pichler) Dabei bleibt die Ausstellung nicht in der Vergangenheit stehen, sondern möchte einen Blick in Zukunft und Gegenwart werfen. (Foto: Klaus Pichler)Was bedeutet Arbeit überhaupt für das Individuum? Welches Gefühl ist damit verbunden? (Foto: Klaus Pichler)Eine Frage, die im LightRoom zum Nachdenken einlädt. (Foto: Klaus Pichler)Der folgende Raum steht ganz im Zentrum der Robotik und der Frage, wie moderne Technologie unsere Arbeit verändert. (Foto: Klaus Pichler)Was passiert mit einer Arbeitsgesellschaft der die Arbeit ausgeht? Eine Frage, die unser Museumsroboter "Pepper" gerne mit Ihnen diskutiert (Foto: Klaus Pichler) Neben dem Roboter "Pepper", sehen Sie in diesem Raum auch noch einen modernen 3-D Drucker, der auch für die  Frage steht, wie sich Produktionsprozesse in Zukunft verändern können. (Foto. Klaus Pichler)Den Abschluss bildet der Raum "Nach der Arbeit", in dem sie sich entspannen können und die Illustrationen von Dino Breneis zum Thema Arbeit auf sich wirken lassen können. (Foto. Klaus Pichler)

Projektteam
  • Kuration
    Harald Welzer (wissenschaftliche Leitung)
    Robert Misik (redaktionelle Leitung)

Gestaltung

  • Gerhard Abel, Waltraud Ertl | Planet Architects (Ausstellungsarchitektur)
  • Christoph Mayer CHM, Janne von Busse (Raum- & Audioinstallationen)
  • Katharina Höfler, Michael Atteneder | Atteneder Grafik Design (Ausstellungsgrafik)
  • Angelika Höckner, Gerald Moser | Atelier Wunderkammer (Dioramen, Mobile)

Publikation

Robert Misik, Christine Schörkhuber, Harald Welzer (Hrsg.)
Das Wesentliche an der Arbeit ist unsichtbar – Die bisher nicht erzählte Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Arbeit
Picus Verlag, Wien 2018

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ÖFFNUNGSZEITEN

Ausstellungsbetrieb im Museum Arbeitswelt
Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr

14. März bis 22. Dezember 2019
Stollen der Erinnerung
Öffnungstage für Einzelbesucher/innen:

jeden zweiten Freitag im Monat von 14 bis 17 Uhr
Öffentliche Führungen: jeden Samstag um 15 Uhr