Gründung

Mit der oberösterreichischen Landesausstellung „Arbeit/Mensch/Maschine. Der Weg in die Industriegesellschaft” von 1987 wurde das erste österreichische Arbeitsweltmuseum errichtet. Bereits dieses Projekt stellte mehr dar als das bloße museale Aufbewahren eines von der öffentlichen Meinung bereits für tot erklärten Phänomens. Es ging vielmehr darum, in der Auseinandersetzung mit den historischen Kräften des Wandels auch die zukünftige Veränderbarkeit erfahrbar zu machen.
So ungewöhnlich das Anliegen, so ungewöhnlich war auch seine Realisierung. Impulsgeber zur Idee eines österreichischen Arbeitsmuseums waren die Ende der 1970er Jahre in England entstehenden Industriemuseen, deren Besuch bei Abschlussreisen der oberösterreichischen Gewerkschaftsschulen regelmäßig am Programm stand. In engagierten Verhandlungen konnten die oberösterreichischen Arbeitnehmerorganisationen das Land Oberösterreich von der Notwendigkeit überzeugen, der industriellen Arbeitswelt eine Landesausstellung zu widmen.
Der große Publikumserfolg gab den Betreibern und Förderern des Projektes recht und unterstützte auch die Entscheidung, das Museum als Dauereinrichtung zu etablieren.