Eine spannende Zeitreise, begeisterte und wissbegierige Kinder, bunte fliegende „Raffler“ und viele gezeichnete Comic-Katzen – Das war der erste Kindertag im Museum Arbeitswelt!

Beim ersten Kindertag vergangenen Samstag lockte ein Spezialprogramm zahlreiche junge Besucherinnen und Besucher ins Museum Arbeitswelt.Ausgestattet mit einem Rätselbüchlein konnten die Kinder zusammen mit ihren Eltern die Ausstellung Arbeit ist unsichtbar selbständig erkunden. Ein Highlight für die Kinder war die Bekanntschaft mit dem humanoiden Roboter Pepper, oder wie manche Kinder ihn liebevoll „Pfeffer“ nannten. Auf selber Augenhöhe – Pepper ist nicht größer als ein Kind – konnten sich die neugierigen Mädchen und Buben mit einem Roboter unterhalten, Tanzschritte lernen, Selfies machen oder sich von Pepper etwas über die Zukunft der Arbeitswelt oder 3D-Druck erzählen lassen.
Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die angebotenen Kinder-Workshops.
Im Zuge der Kinderführung begaben sich die Kinder gemeinsam mit einer Vermittlerin auf eine aufregende Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Sie trafen Menschen aus der Region rund um den Erzberg und Steyr, die von ihrer Arbeit und ihrem Alltag erzählen. Von Bergarbeiter Anton erfuhren die Kinder, dass die Arbeit im Berg sehr gefährlich war und man auch schon Mitte des 19. Jahrhunderts Dynamit zum Abbau von Erz verwendete. Auch erklärte er, wie man erzhaltiges von taubem Gestein unterscheiden kann und was es mit dem für Bergarbeiter typischen Kleidungsstück „Arschleder“ auf sich hat.
Marie, ein Mädchen aus Steyr, erzählte wie es damals in der Schule zuging, zeigte den Kindern ihre Schultasche sowie ihr Schulnachrichten-Buch und ihre Schiefertafel, auf der sie die Kurrentschrift übte. Wie es sich anfühlte mit Schiefertafeln und Griffel zu schreiben, konnten die Kinder auch gleich selbst ausprobieren.
Fritz, der Arbeiterjunge, nahm die Kinder ins alte Gasthaus zum Goldenen Pflug mit und erzählte warum sein Papa, weil er für die Gewerschaft geworben hatte, nun seine Arbeit in der Österreichischen Waffenfabrik verloren hat. Er erzählte auch, wie er und die Kinder damals spielten und zeigte den jungen Zeitreisenden seine alten Kinderspiele.
„Raffler“ basteln
Im anschließenden Bastel-Workshop „Raffler steigen“ konnten die Kinder noch mehr darüber erfahren, wie und mit was Kinder vor über 100 Jahren spielten. Danach wurde es bunt und kreativ: Jedes Kind bastelte seinen eigenen Raffler, einen Flugdrachen. Die wurden natürlich gleich ausprobiert und mit farbenfroh geschmückten Rafflern liefen die Kinder durch die Museumsräume.
Muki zeichnen
Aus allen Nähten platze auch der Comic Workshop „Meine Katze Muki“. Helmut Breneis, Illustrator, Comiczeichner und Entwickler der Museumskatze Muki, das Maskottchen der Kinderschiene des Museum Arbeitswelt, zeigte den Kindern mit welchen Tricks jedes Kind seine eigene Comickatze Muki zeichnen kann. Viele schöne Mukis entstanden dabei und zieren vielleicht nun Kinderzimmer-Wände.
Ritter & Märchen
Einen entspannenden Abschluss fand der Kindertag bei der Kinderbuchlesung. Auf der gemütlichen Tribüne der Politikwerkstatt Demos lauschten die Kinder aufmerksam den Erzählungen von Heinz Ofner. Er brachte die älteste Sage Steyrs mit, die in einem 17 Kilogramm schweren Buch niedergeschrieben ist. Im Anschluss konnten die Kinder erleben, wie man sich als Ritter unter einer schweren Rüstung gefühlt haben musste.
Aufgrund der großen Begeisterung bei den Kindern und Eltern, wird es im Mai 2019 eine Fortsetzung des Kindertages geben. Also Kinder, seid gespannt, was wir uns für das kommende Jahr schönes überlegen!