Welche Gesellschaft

wollen wir
Sein?

In welcher Gesellschaft möchten Sie leben, wie offen soll diese sein und was sind Sie bereit, dafür zu tun?

Am 11. Oktober startete im Museum Arbeitswelt eine Reihe, die zum Nachdenken und Debattieren anregen soll. Gemeinsam mit dem Treffpunkt Dominikanerhaus, dem Treffpunkt Mensch & Arbeit und Attac Steyr hat das Museum Arbeitswelt die Initiative ergriffen, um eine neue, sich entwickelnde Veranstaltungsreihe in Steyr zu etablieren, die gleichzeitig auch eine Erprobung einer neuen Diskussionskultur darstellt.

Motivation für die Initiative ist der sich spürbar steigernde Wille zur Ausgrenzung und gegen Menschlichkeit. Aktuell stellen sich die Fragen: Auf welchen Werten basiert unsere demokratische Gesellschaft? Kann sie sich vor dem Angriff auf Menschenrechte und dem Trend zum Autoritären schützen? Darauf und auf vieles mehr gilt es gemeinsam Antworten zu suchen.
Eine mögliche Antwort auf diese Fragen könnte das Konzept einer „Offenen Gesellschaft“ sein – ein ursprünglich von Karl Popper geprägter Begriff. Im Gegensatz zu einer Gesellschaft der geschlossenen Weltbilder ist die „Offene Gesellschaft“ eine, die auf Veränderungen reagieren kann – nicht zuletzt durch permanentes Aushandeln von Interessenskonflikten. Die „Offene Gesellschaft“ braucht – so ihr prominenter Fürsprecher Harald Welzer – insbesondere Antrieb von unten. Nur so kann beständig auf äußere und innere Anforderungen reagiert werden. Die dafür nötigen Kommunikationsräume entstehen nicht von selbst, sondern müssen geschaffen werden. Angelehnt an das Vorbild einer öffentlichen Debatte sind alle Teilnehmer/innen eingeladen, ihre Meinungen zu äußern, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.
Bei der Auftaktveranstaltung waren der Soziologe und Sozialpsychologe Harald Welzer, einer der Initiatoren von Die Offene Gesellschaft in Deutschland, Barbara Herzog-Punzenberger, Leiterin des Arbeitsbereichs „Migration und Bildung“ an der Johannes Kepler Universität Linz, Sarah Graf, Obfrau des Vereins Aktion Weitblick und Thomas Diesenreiter, Geschäftsführer der KupfOÖ für zu Gast im Museum Arbeitswelt. Es entwickelte sich eine intensive  und breite Diskussion, die an den Folgeterminen fortgesetzt wird. 
Die nächsten Termine: 
  • 15. November in der Pfarre Resthof 
  • 13. Dezember im Treffpunkt Dominikanerhaus
Bis Juni 2018 wird die Reihe weitergeführt und wandert dabei in alle Stadtteile Steyrs, um Antworten auf die Leitfrage des Projekts zu bekommen.

Die Veranstaltungen werden gemeinsam mit dem Treffpunkt Dominikanerhaus, Treffpunkt Mensch & Arbeit und Attac Steyr organisiert und durchgeführt. Getragen und bereichert wird dieses neue Veranstaltungsformat von einer breiten und wachsenden Zahl von Unterstützern und Partnern:

Unterstützer

Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, Rotary Club Steyr, VHS Oberösterreich, GRS -Gstöttner Ratzinger Stellnberger Wirtschaftsprüfung Steuerberatung und Wienerstädtische Versicherung

Partner
Die Offene Gesellschaft, BFI Oberösterreich, Volkshilfe Oberösterreich, Integrationszentrum Paraplü, ÖGB Steyr / Bildung, Frauenstiftung, Frauenhaus Steyr, MKÖ Steyr, Evangelische Pfarrgemeinde, Kolping Steyr, Kulturplattform OÖ, kv röda, Radio B138, Verein Wohnen Steyr, Rotes Kreuz Oberösterreich, Genossenschaft für Gemeinwohl, Dekanat Steyr

Büchertisch von Buchhandlung Verlag Ennsthaler.