INGRID BRODNIG | In digi­ta­ler Gesell­schaft – Wie das Netz Demo­kra­tie gefährdet

Anläss­lich des 10-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums unse­rer Poli­tik­werk­statt DEMOS haben wir die Jour­na­lis­tin und Autorin Ingrid Brod­nig zur Dis­kus­sion für und mit Schüler/innen ein­ge­la­den. Sie hat mit „Lügen im Netz“ und „Hass im Netz“ zwei auf­klä­re­ri­sche Bücher geschrie­ben, in denen sie einer­seits auf­zeigt, wie mit Fehl­in­for­ma­tion im Inter­net gezielt mani­pu­liert wird und ande­rer­seits, was wir gegen Hetzte, Mob­bing und Lügen tun können. 
Wie schon im letz­ten Jahr, wer­den wir auf das For­mat der „Town-Hall-Debatte“ zurück­grei­fen. Dabei wol­len wir nach einem inhalt­li­chen Input von Ingrid Brod­nig gemein­sam über die Zukunft der „Digi­ta­len Gesell­schaft“ sprechen.
Die Schüler/innen wer­den eingeladen,…
… ihre Mei­nung zu äußern und die Mei­nung ande­rer zu hören.
… Visio­nen für eine Demo­kra­tie der Zukunft im digi­ta­len Zeit­al­ter zu entwerfen.
… eine neue poli­ti­sche Dis­kus­si­ons­kul­tur fernab der Echo­kam­mern des Inter­nets zu erleben.

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Lehrer/innen haben die Mög­lich­keit sich für einen Vor­mit­tags- oder einen Nach­mit­tags­ter­min zu entscheiden:

VORMITTAG: 10.30 – 12.00 Uhr | NACHMITTAG: 13.00 – 14.30 Uhr
Ein­tritt: € 4,- / pro Schüler/in
Anmel­dung unter: +43 7252 77351–0 / anmeldung@nullmuseum-steyr.at

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INPUT

Mit Falsch­mel­dun­gen und mani­pu­lier­ten Bil­dern wird im Inter­net Stim­mung gemacht. Poli­ti­sche Mani­pu­la­tion wird zur rea­len Gefahr. Gerade Popu­lis­ten und extreme Bewe­gun­gen pro­fi­tie­ren von die­sen Schat­ten­sei­ten des Inter­net. Das Netz, das eigent­lich ein Medium der Auf­klä­rung und mensch­li­chen Ver­stän­di­gung sein sollte. Online-Exper­tin Ingrid Brod­nig erklärt im Rah­men ihres Vor­trags, wes­halb „alter­na­tive Fak­ten“ so stark wir­ken, wel­che neuen Metho­den der Irre­füh­rung ent­ste­hen und wie intrans­pa­rente Tech­nik­kon­zerne das Pro­blem noch wei­ter ver­grö­ßern. Ohne ethi­schem Kom­pass steckt ein enor­mes Miss­brauchs­po­ten­zial im Netz. Aber das muss nicht so blei­ben. Ihre These: Wir kön­nen die Mecha­nis­men der Mani­pu­la­tion durch­schauen und auch von den gro­ßen Technik­un­ter­neh­men Unter­stüt­zung ein­for­dern. Von ein­zel­nen Bürger/innen, über die Zivil­ge­sell­schaft bis hin zu den Par­teien kön­nen wir unsere Demo­kra­tie verteidigen.
Ingrid Brod­nig ist Publi­zis­tin mit Fokus auf die digi­tale Debat­ten­kul­tur. 2017 wurde sie zum „Digi­tal Cham­pion“ Öster­reichs für die Euro­päi­sche Kom­mis­sion ernannt. Als sol­che soll sie die Digi­ta­li­sie­rung Euro­pas mit­vor­an­trei­ben. Für das Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Pro­fil“ schreibt sie eine wöchent­li­che Kolumne über das Leben in ver­netz­ten Zei­ten. 2016 erschien ihr viel­be­ach­te­tes Buch „Hass im Netz. Was wir gegen Hetze, Mob­bing und Lügen tun können“.

Diens­tag, 18. Juni @ 10.30

10:30

– 14:30

(4h)