+++ABGESAGT+++ Lesung & Gespräch | Josef Has­lin­ger – Mein Fall

In einer Pres­se­kon­fe­renz am Diens­tag­mit­tag (10.03.2020) ver­kün­de­ten Gesund­heits­mi­nis­ter Rudolf Anscho­ber und Bun­des­kanz­ler Sebas­tian Kurz, dass Indoor-Ver­an­stal­tun­gen mit mehr als 100 Besuchern/innen nicht mehr statt­fin­den dür­fen. Der Erlass des Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums wird am Diens­tag Nach­mit­tag fol­gen. Diese Maß­nahme soll bis ca. Anfang April gel­ten. Aus die­sem Grund müs­sen wir die Ver­an­stal­tung mit Josef Has­lin­ger lei­der absagen/verschieben. Wir wol­len die Ver­an­stal­tung nach­ho­len und sobald nähere Infor­ma­tio­nen bekannt sind, wer­den wir ver­su­chen einen Ersatz­ter­min zu fixie­ren. Die Tickets behal­ten natür­lich ihre Gül­tig­keit. Wer sein Geld zurück möchte, mel­det sich unter Tel. 07252 / 77351–0 bzw. office@nullmuseum-steyr.at.

MEIN FALL – Josef Has­lin­ger im Gespräch mit Michael John

Der öster­rei­chi­sche Autor Josef Has­lin­ger erin­nert sich in sei­nem neu­es­ten Buch MEIN FALL an seine Zeit als Zög­ling im Stift Zwettl. Er beschreibt den sexu­el­len Miss­brauch und die Gewalt­aus­übung, sei­nen Umgang mit die­sen Erfah­run­gen und die öffent­li­che Aus­ein­an­der­set­zung. Mode­riert wird der Abend von dem His­to­ri­ker Michael John, der zuletzt am auf­se­hen­er­re­gen­den Bericht über Miss­brauchs­fälle im Jugend­heim Steyr-Gleink mitwirkte.

»Meine Eltern hat­ten mich der Gemein­schaft der Patres anver­traut, weil mich dort das Beste, das selbst sie mir nicht geben konn­ten, erwar­ten würde. Ich habe sie heim­lich oft ver­flucht, weil sie mich nicht dar­auf vor­be­rei­tet hat­ten, was die­ses Beste sei …«

Als Zehn­jäh­ri­ger wurde Josef Has­lin­ger Schü­ler des Sän­ger­kna­ben­kon­vikts Stift Zwettl. Er war reli­giös, sogar davon über­zeugt, Pries­ter wer­den zu wol­len, er liebte die Kirche.
Ende Februar 2019 tritt Has­lin­ger vor die Ombuds­stelle der Erz­diö­zese Wien für Opfer von Gewalt und sexu­el­lem Miss­brauch in der katho­li­schen Kir­che. Drei­mal muss er seine Geschichte vor unter­schied­lich besetz­ten Gre­mien erzäh­len. Bis der Pro­to­kol­lant ihn schließ­lich auf­for­dert, die Geschichte doch bitte selbst aufzuschreiben.


Beginn: 19.30 Uhr
Ein­tritt:  VVK 12,– | AK 14,–
Online-Tickets im Ticket­shop des Muse­ums auf kupfticket.at. Der Vor­ver­kauf fin­det wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten des Muse­ums bis zum Ver­an­stal­tungs­tag um 15.00 Uhr direkt an der Kassa statt.


JOSEF HASLINGER, gebo­ren 1955, lebt in Wien und Leip­zig. Seit 1996 lehrt Has­lin­ger als Pro­fes­sor für lite­ra­ri­sche Ästhe­tik am Deut­schen Lite­ra­tur­in­sti­tut Leip­zig. 1995 erschien sein Roman Opern­ball, 2000 Das Vater­spiel, 2006 Zug­vö­gel, 2007 Phi Phi Island. Sein letz­tes Buch Jáchy­mov erschien im Herbst 2011. Has­lin­ger erhielt zahl­rei­che Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien, den Ehren­preis des öster­rei­chi­schen Buch­han­dels und den Rhein­gau Literaturpreis.

MICHAEL JOHN, gebo­ren 1954, lehrt am Insti­tut für Sozial- und Wirt­schafts­ge­schichte der JKU Linz. Er forschte u.a. zu his­to­ri­schen Miss­brauchs­fäl­len in den Lan­des­er­zie­hungs­hei­men in Ober­ös­ter­reich und war Mit­glied der Wie­ner „Wilhelminenberg“-Kommission. 2019 ver­öf­fent­lichte er mit ande­ren die Stu­die „Ver­ant­wor­tung und Auf­ar­bei­tung“ zu Miss­brauchs­fäl­len in Cari­tas-Erzie­hungs­hei­men wie Steyr-Gleink.


Kul­tur- und Bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen im Museum Arbeits­welt wer­den unter­stützt von: GRS | Gstött­ner Ratz­in­ger Stell­n­ber­ger Wirt­schafts­prü­fung Steu­er­be­ra­tung GmbH, Atte­ne­der Gra­fik Design, Raiff­ei­sen­bank Steyr
Part­ner: KUPF – Kul­tur­platt­form , Hun­ger auf Kunst & Kultur
Bücher­tisch: Buch­hand­lung Ennsthaler
Diese Ver­an­stal­tung wird im Rah­men der Reihe „Bewegte Gesell­schaft“ von der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für Poli­ti­sche Bil­dung gefördert.

Tues­day, 31. March @ 19.30

19:30

– 21:00

(1h 30′)