Robert Menasse – Die Hauptstadt

In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen.

Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; »zu den Akten legen« wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten.
ZUM AUTOR
Robert Menasse, 1954 in Wien geboren, studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft. Er lebt als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien. Zuletzt veröffentlichte er: „Der europäische Landbote“ (2012), „Heimat ist die schönste Utopie“ (2014) und „Die Hauptstadt“ (2017).

 

Eintritt: € 10 / € 8 ermäßigt
Um Anmledung wird gebeten unter: Tel.: 07252 77351-0 | E-Mail: anmeldung@nullmuseum-steyr.at
Untersützt durch: GRS – Gstöttner Ratzinger Stellnberger Wirtschaftsprüfung Steuerberatung, Wiener Städtische Versicherung
Partner: KUPF OÖ, Hunger auf Kunst und Kultur
Büchertisch: Buchhandlung Verlag Ennsthaler

Dienstag, 16. Januar @ 19.00

19:00

– 21:00

(2h)