Drau­ßen im Steyr­dorf & Drun­ten im Wehr­gra­ben | Wintermond

Drüben hin­term Dorfe Steht ein Lei­er­mann Und mit star­ren Fin­gern Dreht er was er kann. Bar­fuß auf dem Eise Wankt er hin und her Und sein klei­ner Tel­ler Bleibt ihm immer leer.

Ange­trie­ben vom Lei­er­mann aus Schu­berts Win­ter­reise und des­glei­chen nicht min­der von Mat­thias Loib­ners Inter­pre­ta­tion pas­siert Fol­gen­des: Weils bei uns eben nicht immer nur warm, schön und gemütlich ist, son­dern halt auch kalt und feucht­lert, trauen wir uns an ein­ge­schränkt gemütliche Orte und pro­bie­ren aus, ob uns die Kunst auch dort erwärmt. Bertl Mütter und Mat­thias Loib­ner führen uns vom Dunkl­hof aus an Orte im Freien (und spie­len dort kürzer) und in beson­dere Innen­räume (und spie­len dort län­ger) im Steyr­dorf und im Wehr­gra­ben. Wir pro­bie­ren das bei jedem Wet­ter aus – bei schlech­te­rem halt weni­ger drau­ßen und mehr drin­nen. Jeden­falls ist der Abschluss im Museum Arbeits­welt, und dort gibts zu essen und zu trinken.


Datum: 12. Dezem­ber 2019
Beginn: 17.30 Uhr
Treff­punkt: Dunklhof
Anmel­dung unter: dis@nullatteneder.at

Ein­tritt: freiwillig

Prä­sen­tiert wird das Open-Air-For­mat von Atte­ne­der Gra­fik Design, Gerda +Oli­ver Wag­ner, Del­ta­print, Mayr­Bau und Museum Arbeits­welt mit Unter­stüt­zung von Stadt­mar­ke­ting Steyr.


 

BERTL MÜTTER (Posaune)

Seine Musik ist Slow Food für die Ohren: Wer sie ent­deckt, wird reich belohnt. Gebo­ren 1965 in Steyr, lebt er frei­schaf­fend in Wien, Steyr und unter­wegs. Im Zen­trum steht das Solo, oft als Musik über Musik (Schu­bert, Schu­mann, Mah­ler, Wag­ner, Feld­man …), er spielt aber auch gern mit ande­ren (Ensem­ble der Radi­ka­len Mitte) sowie mit Dich­tern. Mütter kom­po­niert musik­la­bo­ra­to­risch vom Solo bis zum Musik­thea­ter. Seine Schule des Stau­nens (unter ande­rem im Wie­ner Kon­zert­haus) gestal­tet der pro­mo­vierte Doc­tor artium als sinn­lich ange­rei­cherte Vor­träge. Mütters exklu­sive Schagerl-Instru­mente hei­ßen Mut- und Wun­der­horn. | muetter.at

MATTHIAS LOIBNER (Dreh­leier)

ist per­ma­nent auf Wan­der­schaft quer durch Stile und Zei­ten. In unter­schied­lichs­ten außer­ge­wöhn­li­chen Pro­jek­ten in aller Welt sam­melt er die Eindrücke sei­ner Rei­sen im fas­zi­nie­ren­den Klang der Dreh­leier. Uralt, noch nie gehört, sanft, sägend, krat­zend und wun­der­schön ent­ste­hen so zeit­lose Hör­bil­der, gespeist aus einem gro­ßen Reper­toire zwi­schen Tra­di­tion und Ima­gi­na­tion. Sein expres­si­ves Spiel, seine Vir­tuo­si­tät und sti­lis­ti­sche Band­breite sind unver­gleich­lich. Mat­thias Loib­ner wurde 1969 in Graz gebo­ren und begann mit Kla­vier und Gitarre. Mit 17 lief er von zu Hause weg, um Stra­ßen­mu­si­kant zu wer­den, stu­dierte spä­ter aber auch Kom­po­si­tion und Orches­ter­lei­tung. | matthias.loibner.net

Don­ners­tag, 12. Dezem­ber @ 17.30

17:30

– 21:30

(4h)