EUROPÄISCHES GÜTESIEGEL FÜR MUSEEN VORGESTELLT

BARRIEREFREI DURCHS MUSEUM ARBEITSWELT 

Drei Jahre lang war das Muse­um Arbeitswelt Teil des EU-Pro­jek­ts COME-IN!. Mit viel Engage­ment und Herzblut arbeit­eten Museen aus ganz Europa mit Part­ner­in­sti­tu­tio­nen zusam­men, um ihre Ausstel­lun­gen und Ange­bote bar­ri­ere­freier zu gestal­ten. Durch diesen Prozess wur­den nun Richtlin­ien und ein Güte­siegel für Museen entwick­elt, die auch in Steyr präsen­tiert wurden.

 

Bar­ri­ere­freie Ausstellung

Möglichst vie­len Men­schen den Zugang zu Kun­st und Kul­tur zu ermöglichen war das vor­rangige Ziel von COME-IN!, das im Rah­men von Inter­reg Cen­tral Europe gefördert wurde. Ins­beson­dere kleine und mit­tel­große Museen soll­ten in ihren Ini­tia­tiv­en unter­stützt wer­den, ihre Türen für neue Besucher­grup­pen zu öffnen.

Erste Erfolge dieses Prozess­es kön­nen Besucherin­nen und Besuch­er unter anderem in der aktuellen Ausstel­lung im Muse­um Arbeitswelt erfahren. In ARBEIT IST UNSICHTBAR wur­den nicht nur viele Bere­iche bar­ri­ere­frei gestal­tet, son­dern auch die Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er des Muse­ums wur­den speziell geschult. Führun­gen und Work­shops kön­nen und auch inklu­siv ange­boten wer­den. Mar­tin Hag­mayr, Leit­er der Päd­a­gogis­chen Abteilung des Muse­ums, beschreibt die Verän­derung: “Das EU-Pro­jekt COME-IN! hat uns sen­si­bil­isiert und weit­erge­bracht. Poli­tis­che Bil­dung bedeutet bei uns auch, dass wir Anspruch ver­fol­gen, möglichst vie­len Men­schen den Zugang zu kul­turellem Wis­sen zu ermöglichen. Durch das COME-IN! hat sich unser Ange­bot geöffnet — diesen Weg wer­den auch danach weitergehen.“

 

Präsen­ta­tion des Gütesiegels

Die Erken­nt­nisse, die in den beteiligten Museen durch das EU-Pro­jekt gesam­melt wur­den, resul­tieren nun in einem eigens entwick­el­ten, europaweit­en Güte­siegel. Die dafür her­aus­gegebe­nen Richtlin­ien sollen Kul­turin­sti­tu­tio­nen unter­stützen, Bar­ri­eren abzubauen und den Zugang zu erle­ichtern. Zugle­ich dient das Güte­siegel auch als Qual­itätsmerk­mal, an dem sich Besucherin­nen und Besuch­er ori­en­tieren kön­nen. Bei der Präsen­ta­tion im Muse­um Arbeitswelt wurde deut­lich, wie umfassend und nach­haltig gear­beit­et wurde. Neben der physis­ch­er Zugänglichkeit von Kul­turin­sti­tu­tio­nen galt das Inter­esse auch sozialen und ökonomis­chen Bar­ri­eren, die Men­schen von der Teil­nahme an kul­turellen Ange­boten auss­chließen. Doch auch hier wur­den Lösun­gen erar­beit­et, die für alle Insti­tu­tio­nen umset­zbar sind. „Kleine Museen haben oft­mals nicht die Kapaz­itäten für große Verän­derun­gen. Mit unseren Empfehlun­gen wollen wir hier Möglichkeit­en schaf­fen und sen­si­bil­isieren. Bere­its kleine Schritte kön­nen einen Unter­schied machen und die Zugänglichkeit und Qual­ität erhöhen“, fasst Katrin Auer, die als Geschäfts­führerin auch dieses Pro­jekt für das Muse­um Arbeitswelt geleit­et hat, zusam­men. Die Richtlin­ien und Empfehlun­gen sind für alle Inter­essierten auf der Web­site von COME-IN! (https://www.interreg-central.eu/Content.Node/COME-IN.html) sowie auf der Web­site des Muse­um Arbeitswelt (www.museum-steyr.at) zugänglich.