ZWISCHEN INNEN UND AUSSEN: literatur.tage.STEYR (18. bis 20. Mai 2018)

Von 18. bis 20. Mai fin­den die Lite­ra­tur­tage Steyr statt. Drei Tage lang erwar­tet das Publi­kum – bei freiem Ein­tritt – ein span­nen­des Lesungs­pro­gramm mit bekann­ten Autorin­nen und Autoren. Das Museum Arbeits­welt ist heuer als neuer Ver­an­stal­tungs­ort mit dabei.

Die Lite­ra­tur­tage Steyr gehen in die nächste Runde. Nach dem erfolg­rei­chen Debüt im Vor­jahr holt Initia­to­rin und Kura­to­rin Karin Fleisch­and­erl erneut eine Aus­wahl eta­blier­ter wie auf­stre­ben­der Autorin­nen und Autoren mit sehr unter­schied­li­chen Sti­len nach Steyr, um sie samt deren aktu­el­ler Werke dem lite­ra­risch inter­es­sier­ten Publi­kum im char­man­ten Ambi­ente der Alt­stadt- Kulisse bzw. ihrer Innen­höfe zu prä­sen­tie­ren. Ins­ge­samt ste­hen sechs Lesun­gen und ein Kon­zert auf dem Pro­gramm. Dazu kommt eine Poe­try Slam Show mit wei­te­ren drei Künstler/innen. Die­ser Pro­gramm­punkt ist heuer neu. Ebenso wie die Loca­tion, in der die Show statt­fin­det: Das Museum Arbeits­welt mit sei­ner eben neu eröff­ne­ten Dau­er­aus­stel­lung ARBEIT IST UNSICHTBAR prä­sen­tiert sich als wei­te­rer inter­es­san­ter Ver­an­stal­tungs­ort. Inter­es­sant beson­ders des­we­gen, weil im Museum Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart spür­bar auf­ein­an­der­tref­fen, und auch „einige der in die­sem Jahr prä­sen­tier­ten Texte dazu ein­la­den, Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart glei­cher­ma­ßen erfahr­bar zu machen“, wie die Initia­to­rin Karin Fleisch­and­erl erklärt.
Frei­tag Abend machen die Sprach­in­stal­la­teure und Spo­ken-Word-Exper­ten Mar­kus Köhle, Sarah-Anna Fern­bach und Klaus Leder­wasch mir ihrer wort­ge­wal­ti­gen Poe­try Slam-Show ab 21.30 Uhr im Museum Sta­tion. Beim Poe­try Slam prä­sen­tie­ren Poe­tin­nen und Poe­ten ihre selbst­ver­fass­ten Texte – ob geflüs­tert oder geschrien, gerappt oder erzählt, erlaubt ist alles, was mit Stimme und Kör­per mög­lich ist, was zählt ist die leben­dige Performance.
Slam-Urge­stein Mar­kus Köhle – heute Papa Slam genannt – ist Sprach­in­stal­la­teur, Lite­ra­tur­zeit­schrif­ten­ak­ti­vist, kommt aus Nas­se­reith, lebt in Otta­kring, ver­an­stal­tet seit 2002 Poe­try Slams, seit 2003 ver­öf­fent­licht er Bücher. Zuletzt: „Slam, Oida! 15 Jahre Poe­try Slam in Öster­reich“ (mit Mieze Medusa, Lek­tora 2017), „Jam­mern auf hohem Niveau. Ein Bar­ho­cker-Ora­to­rium“ (Son­der­zahl 2017), „Nebel­rolle. Kor­re­spon­denz­poe­sie“ (mit Peter Clar, Edi­tion Yara 2018).
Sarah-Anna Fern­bach ist die amtie­rende öster­rei­chi­sche U20-Meis­te­rin. Die Ober­ös­ter­rei­che­rin ließ erste dra­ma­ti­sche Kurz­ge­schich­ten über hei­mat­su­chende Nackt­schne­cken hin­ter sich, um mit Sprach­witz und Reim­rausch sämt­li­che Slam-Büh­nen des Lan­des zu erkun­den und im Vor­bei­ge­hen den begehr­tes­ten Nach­wuchs­ti­tel ein­zu­heim­sen. Zum Ent­set­zen vie­ler Slam Kol­le­rIn­nen stu­diert sie nicht Ger­ma­nis­tik. Sarah Anna Fern­bach ist eine rei­mende Ungereimtheit.
Klaus Leder­wasch, gebür­ti­ger Stei­er­mär­ker, Poe­try Slam­mer, Autor und Lie­der­ma­cher. Ver­öf­fent­li­chun­gen in Zeit­schrif­ten (u. a. DUM – Das Ulti­ma­tive Maga­zin, Radies­chen) und Antho­lo­gien. Öster­rei­chi­scher Poe­try Slam Meis­ter 2012. 2017 mit „Kevin“ Ö‑S­lam-Team-Champ (mit Agnes Maier). Grün­dungs­mit­glied und Teil der 1. Gra­zer Lese­bühne „Gewalt ist keine Lesung“.
Bei abschlie­ßen­den Mati­nee im Museum Arbeits­welt am Sonn­tag, 20. Mai wird Ernst Mol­den Lie­der aus sei­nem auf­wüh­len­den Album „YEAH“ zum Bes­ten geben. Im Rah­men die­ser Ver­an­stal­tung besteht auch die Mög­lich­keit, die erst am 3. Mai eröff­nete Aus­stel­lung ARBEIT IST UNSICHTBAR bei freiem Ein­tritt zu besuchen.