Das Museum erhält den Österreichischen Museumspreis 2019

Wir fühlen uns sehr geehrt und freuen uns riesig: Dem Muse­um Arbeitswelt wurde am 10. Okto­ber der Öster­re­ichis­che Muse­um­spreis 2019 vom Bun­desmin­is­teri­um für Kun­st und Kul­tur ver­liehen. Damit wer­den Museen aus­geze­ich­net, um zu ein­er ansprechen­den und zeit­gemäßen Gestal­tung ihrer Inhalte, Präsen­ta­tion und Ver­mit­tlung anzure­gen. Es han­delt sich dabei um die höch­ste staatliche Ausze­ich­nung für Museen in Österreich. 

Die Kom­mis­sion begrün­det ihre Entschei­dung mit der in vielfach­er Weise lebendi­gen Aus­rich­tung des Muse­um Arbeitswelt, die unter anderem auch poli­tis­che Bil­dung­sprozesse ermöglicht: 

„Seit sein­er Grün­dung im Jahr 1987 nimmt es als Impuls­ge­ber in der öster­re­ichis­chen Muse­um­s­land­schaft eine wichtige Rolle ein. Wichtig, weil es das Woher und Wohin der mod­er­nen Arbeits­ge­sellschaft reflek­tiert, wichtig, weil es zwar in der Region und sein­er Arbeitswelt tief ver­wurzelt ist, in seinen The­men aber weit darüber hin­aus­re­icht. Die The­men Demokratie, Ras­sis­mus, Migra­tion und Par­tizipa­tion wer­den hier in einem offe­nen Dia­log verhandelt.“

 

Drei Posi­tion­ierun­gen des Muse­ums wer­den von der Kom­mis­sion hervorgehoben

-> Das Muse­um ist immer Gegenwart! 

Eine beson­dere Erwäh­nung find­et dabei die aktuelle Ausstel­lung ARBEIT IST UNSICHTBAR, die das Muse­um Arbeitswelt nach mehrjähriger Vorar­beit unter der Leitung von Katrin Auer 2018 eröff­nen konnte:

„Die Erzäh­lung der neuen Dauer­ausstel­lung holt die Besucher/innen in ihrer eige­nen Zeit ab und zeigt ihnen andere, fremde Wel­ten, zeitlich oder örtlich ent­fer­nt, damit sie sich in ihrer eige­nen Gegen­wart mit kri­tis­chem Hin­ter­fra­gen bess­er zurecht find­en und sich wis­sender einord­nen kön­nen. Die Ausstel­lung ist mul­ti­per­spek­tivisch, erfreulich mod­ern gestal­tet, mul­ti­sen­sorisch, aktivierend und partizipativ!“

 

-> Das Muse­um ist ein (poli­tis­ch­er) Ort des öffentlichen Diskurses!

Her­vorge­hoben wird auch das Team des Muse­ums, das „sich der Idee ein­er offe­nen Gesellschaft ver­schrieben“ hat und diese dem Muse­um zugrunde liegende Hal­tung aktiv mit­prägt. Ins­beson­dere spiegelt sich das im Ver­anstal­tung­spro­gramm wider, wie z.B. in „offe­nen Town Hall-Meet­ings, in denen gesellschaft­spoli­tisch rel­e­vante Fra­gen mit der Bevölkerung disku­tiert werden“.

Her­aus­ge­grif­f­en wird auch die Poli­tik­w­erk­statt DEMOS. Die Kom­mis­sion schreib in ihrer Begründung:

„(…)in der seit 2009 proak­tiv poli­tis­che Bil­dung betrieben wird. Aktuelle Fragestel­lun­gen und The­men wer­den in poli­tisch grundierten Ver­mit­tlungs­for­mat­en wie Par­la­mentstribüne, Red­ner­pult, Wahlk­a­bine oder Medi­en­stu­dio zu ein­er anre­gen­den Ler­numge­bung. So muss Muse­um als außer­schulis­ch­er Bil­dung­sort wirken!“

 

-> Das Muse­um ist für alle!

Von der Kom­mis­sion wird das Muse­um Arbeitswelt als „proak­tiv­er Vor­re­it­er“ beschrieben, da es sich als führen­der Part­ner im EU-Pro­jekt COME-IN! dem The­ma Inklu­sion ver­schrieben hat und bei der Gestal­tung der aktuellen Ausstel­lung die „Diver­sität der Ziel­grup­pen“ bedacht wurde. Ein Muse­um für alle zu sein, sei ins­beson­dere für kleinere und mit­tlere Museen, zu denen das Muse­um Arbeitswelt zäh­le, nicht einfach –

„das Muse­um Arbeitswelt ist auch hier ein mutiges Muse­um und hat die Her­aus­forderung angenommen!“

Wir möcht­en uns auch bei allen ehe­ma­li­gen und aktuellen Mitarbeiter/innen und Mitar­beit­ern des Muse­ums bedanken. Dieser Preis ist eine Anerken­nung und Bestärkung für die Arbeit, die in diesem Haus seit über 30 Jahren geleis­tet wird!