Ein Rück­blick  Herbst 2020 

Wie viele Besucher*innen wer­den im Herbst 2020 kom­men? Wie anspre­chend fin­den unsere Grup­pen Kul­tur­ver­mitt­lung mit Maske und Abstand? Wie kön­nen wir ein Set­ting mit maxi­ma­ler Sicher­heit für unsere Besucher*innen und Mitarbeiter*innen schaf­fen? Das alles waren Fra­gen, die unser Team der Kul­tur­ver­mitt­lung in die­sem Jahr vor große Her­aus­for­de­run­gen gestellt haben. Mar­tin Hag­mayr, Lei­ter der Abtei­lung Ver­mitt­lung & Wis­sen­schaft, gibt mit die­sem Text einen klei­nen Ein­blick und Rück­blick in den nicht ganz so klas­si­schen Ver­mitt­lungs­herbst 2020.


Kul­tur­ver­mitt­lung in Zei­ten von Corona 

Fra­gen rund um Corona haben uns schon den gesam­ten Som­mer über beschäf­tigt. Im Museum haben wir den jewei­li­gen Ver­ord­nun­gen ent­spre­chend die Ange­bote ange­passt und den Kul­tur­ver­mitt­lungs­be­trieb bis zur erneu­ten Schlie­ßung Ende Okto­ber auf­recht erhal­ten. Die Grup­pen­größe wurde von 15 auf 10 und schließ­lich auf 6 Per­so­nen redu­ziert.
Abstand, ver­pflich­ten­des Tra­gen einer Maske, Des­in­fek­tion, Lüf­ten der Räume und Doku­men­ta­tion: Sicher­heit stand immer an ers­ter Stelle.

 

Danke, dass ihr diese Pro­gramme für uns anbietet!“ 

 Zu unse­rer Freude kamen mehr Besucher*innen als erwar­tet! Im Herbst nah­men ins­be­son­dere Schul­klas­sen aus Steyr unsere Ange­bote in der Aus­stel­lung ARBEIT IST UNSICHTBAR, in der Poli­tik­werk­statt DEMOS und im STOLLEN DER ERINNERUNG wahr.

Wäh­rend wir dank­bar waren und uns freu­ten, dass unsere Ange­bote auf Nach­frage stie­ßen, beka­men wird von den Lehr­kräf­ten ebenso Dank und Erleich­te­rung, zu spü­ren, dass wir als Museum noch Ange­bote setz­ten. Wäh­rend Sprach­rei­sen, Pro­jekt­wo­chen, etc. viel­fach stor­niert wur­den, war das Museum Arbeits­welt für Schu­len aus der Region ein inter­es­san­ter und siche­rer Exkur­si­ons­ort. Die Arbeit wurde jedoch immer her­aus­for­dern­der: Klei­nere Grup­pen­grö­ßen, Mas­ken­pflicht auch im Freien, kurz­fris­tige Buchun­gen und Stor­nos erschwer­ten die Planung.

Den­noch über­wo­gen die posi­ti­ven Erfah­run­gen. Trotz Maske wurde inten­siv dis­ku­tiert und es war mög­lich, ins Gespräch zu kom­men. Ins­be­son­dere die Arbeit in Klein­grup­pen ermög­lichte eine inten­sive und indi­vi­du­elle Behand­lung der Inhalte, sowie das Aus­pro­bie­ren neuer Metho­den. Lehr­kräfte schätz­ten diese exklu­si­ven Besu­che in der Aus­stel­lung, wie uns rück­ge­mel­det wurde.

Nun ist die Aus­stel­lung ARBEIT IST UNSICHTBAR geschlos­sen und abge­baut. Sobald es wie­der mög­lich ist, wer­den wir wie­der Ange­bote im STOLLEN DER ERINNERUNG set­zen und Work­shops der Poli­tik­werk­statt DEMOS an Schu­len durch­füh­ren. Kul­tur­ver­mitt­lung ist viel mehr als einen Work­shop durch­zu­füh­ren. Sehr viel Arbeit, die dazu­ge­hört, bleibt für Besucher*innen unsicht­bar. Den­noch hat sich wie­der gezeigt, dass der direkte Aus­tausch mit Men­schen das Herz der Kul­tur­ver­mitt­lung ist.