ÖKONOM STEPHAN SCHULMEISTER MIT NEUEM BUCH ZU GAST
Wie kann die öko­no­mi­sche, soziale und poli­ti­sche Krise über­wun­den wer­den? Die­ser Frage geht Ste­phan Schul­meis­ter in sei­nem neu­es­ten Buch „Der Weg zur Pro­spe­ri­tät“ nach. Er fasst darin die ver­gan­ge­nen vier Jahr­zehnte sei­ner For­schun­gen und Erkennt­nisse zusam­men und lie­fert kon­krete Ant­wor­ten auf die für ihn ent­schei­den­den Fra­gen der Zeit. Am Diens­tag, dem 30. Okto­ber, wird er diese im Rah­men der DEMOS-Abend­vor­le­sung um 19 Uhr im Museum Arbeits­welt präsentieren. 
 Seit 45 Jah­ren neh­men in Europa Arbeits­lo­sig­keit und pre­käre Beschäf­ti­gung zu. Der Sozi­al­staat wurde geschwächt, Mil­lio­nen Men­schen leben in Armut. Immer mehr erhof­fen sich soziale Wärme in der natio­na­len Volks­ge­mein­schaft oder flüch­ten sich in popu­lis­ti­sche Welt­bil­der. Doch was löste die Finanz­krise aus und wes­halb wird sie durch neo­li­be­rale Emp­feh­lun­gen nur noch ver­schärft? Wie prägt eine Ideo­lo­gie, nach der nur die Kon­kur­renz das öko­no­misch Beste ermög­licht, unser Zusam­men­le­ben? Wel­che Alter­na­ti­ven gibt es? Ver­ständ­lich und detail­liert erklärt Ste­phan Schul­meis­ter in „Der Weg zur Pro­spe­ri­tät“ die vor­herr­schende neo­li­be­rale Wirt­schafts­theo­rie und benennt die Ursa­chen für den bestän­di­gen wirt­schaft­li­chen, gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen Nie­der­gang Europas.
Warum der Finanz­ka­pi­ta­lis­mus über­wun­den wer­den muss
Schul­meis­ter plä­diert in sei­nem Buch für eine mora­lisch ori­en­tierte Wirt­schaft und greift den »markt­re­li­giö­sen« Cha­rak­ter der neo­li­be­ra­len Theo­rien an. Der Autor ist davon über­zeugt, dass in die­ser Form des Kapi­ta­lis­mus keine rea­len Werte pro­du­ziert wer­den, son­dern nur noch ver­sucht wird, Geld­werte zu ver­meh­ren. Laut Schul­meis­ter benö­tigt die Real­wirt­schaft gut­ver­die­nende Men­schen, die die Pro­dukte kau­fen kön­nen. Wohin­ge­gen heute Arbeiter/innen nur noch als Kos­ten­fak­to­ren ange­se­hen wer­den, die es zu sen­ken gilt. Die dar­aus resul­tie­ren­den Fol­gen lie­gen laut dem Wie­ner Öko­no­men auf der Hand: zuneh­mende Arbeits­lo­sig­keit, Staats­schul­den und Sozi­al­ab­bau. Wie der Weg aus dem Teu­fels­kreis mit einem „New Deal“ für Europa aus­se­hen könnte, wird Ste­phan Schul­meis­ter im Rah­men der DEMOS-Abend­vor­le­sung im Museum Arbeits­welt zeigen.
Ste­phan Schul­meis­ter, Jahr­gang 1947, Stu­dium der Rechts- und Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten, 1972 bis 2012 Mit­ar­bei­ter des Öster­rei­chi­schen Insti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (WIFO), forscht seit 35 Jah­ren über das Ver­hält­nis von Real- und Finanz­wirt­schaft, ins­be­son­dere über Finanz­spe­ku­la­tion, über die – dar­aus resul­tie­ren­den – „manisch-depres­si­ven“ Schwan­kun­gen von Wech­sel­kur­sen, Roh­stoff­prei­sen, Akti­en­kur­sen und Zins­sät­zen und deren Fol­gen für die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft der Unter­neh­men und (damit) für die Ent­wick­lung der Gesamtwirtschaft. 
Unter­stützt durch: GRS – Gstött­ner Ratz­in­ger Stell­n­ber­ger Wirt­schafts­prü­fung Steuerberatung
Beginn: 19 Uhr
Ein­tritt: VvK € 8 / AK € 10
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Vor­ver­kauf fin­det wäh­rend den Öff­nungs­zei­ten des Muse­ums statt.
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